
Internationaler Händewaschtag am 15. Oktober
Ob im Berufsalltag, in der Schule, im Kindergarten oder im privaten Gespräch – unsere Stimme ist täglich im Einsatz. Gerade in der Erkältungszeit wird sie aber häufig auf die Probe gestellt. Denn Husten, Schnupfen und Halsschmerzen können die Stimme beeinträchtigen und zu Heiserkeit, einer verminderten Belastbarkeit oder sogar zum vorübergehenden Stimmverlust führen…
Um die Stimme in dieser Zeit zu unterstützen, gebe ich Dir heute ein paar Tipps mit. Einer davon anlässlich des heutigen Internationalen Händewaschtages ist einfach und gut umsetzbar: regelmäßiges und gründliches Händewaschen.
Viele Erkältungserreger werden über die Hände weitergegeben. Denn diese kommen am meisten mit kontaminierten Oberflächen in Berührung, z.B. Türklinken oder Griffen. Wenn anschließend Mund, Nase oder Augen berührt werden, gelangen die Keime in den Körper.
Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife hilft also, die Übertragung von Krankheitserregern zu minimieren und sich selbst und andere zu schützen.
Was die Hände mit der Stimme zu tun haben
Eine gesunde Stimme braucht gesunde Stimmlippen, ausreichende Feuchtigkeit und eine möglichst geringe Belastung.
Bei einer Erkältung können die Schleimhäute im Hals- und Kehlkopfbereich anschwellen und sich entzünden. Die Stimmlippen schwingen dann nicht mehr so frei wie gewohnt. Dadurch klingt die Stimme kratzig, belegt oder heiser, und das Sprechen strengt an.
Werden die Hände regelmäßig gewaschen, kann das Eindringen von Keimen verringert und damit Infektionen vorgebeugt werden. Auch wenn also Händewaschen die Stimme nicht direkt vor Erkrankungen schützt, so ist es ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsvorsorge.
Fünf Tipps für eine gesunde Stimme in der Erkältungszeit
- Hände gründlich waschen: Besonders nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen sowie vor dem Essen. Die Hände sollten mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife gereinigt und anschließend gründlich abgetrocknet werden. Für unterwegs sind auch Desinfektionstücher eine Alternative.
- Ausreichend trinken: Wasser und ungesüßte Tees unterstützen die Befeuchtung der Schleimhäute. Warme Getränke können als angenehm empfunden werden.
- Für Feuchtigkeit sorgen: Sanfte Bonbons lutschen, Inhalieren, Gurgeln oder eine Nasendusche nutzen sind ebenfalls geeignete Möglichkeiten, um die Schleimhäute feucht zu halten und damit deren Barrierefunktion gegen Keime zu unterstützen.
- Für ein gutes Raumklima sorgen: Regelmäßiges Lüften und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % in den Zimmern hilft, trockene Schleimhäute zu vermeiden.
- Frische Luft: Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte des Körpers.
Und wenn es mich doch erwischt hat?
Gönne Deinem Körper und vor allem der Stimme Ruhe. Vermeide nach Möglichkeit das Sprechen, nutze Stift und Papier. Ist die Stimme erkrankt, darf sie nicht belastet werden – bitte auch nicht flüstern. Das belastet die Stimme noch mehr.
Unterstütze Deine Stimme, indem Du für ausreichende Befeuchtung sorgst und auf das Rauchen verzichtest.
Bei anhaltender Heiserkeit, starken Beschwerden oder Atemproblemen ist eine ärztliche Abklärung wichtig! Hält die Heiserkeit länger als zwei bis drei Wochen an, sollte sie in jedem Fall bei einem Hals-, Nasen- und Ohrenarzt bzw. Phoniater untersucht werden!
Bleib gesund!
Tanja von TheraLogo – Therapie & Logopädie in Sulingen