
Um das herauszufinden, schaut uns vom 26.10. bis 06.11.26 eine Schülerin im Rahmen ihres Betriebspraktikums über die Schulter.
Darüber freuen wir uns, denn wir lassen uns gerne über die Schulter schauen und gewähren gerne jungen Menschen einen Einblick in unseren Praxisalltag, um den Beruf des Logopäden oder eines Atem-, Sprech- und Stimmlehrers kennenzulernen. Denn dadurch können wir Schülerinnen und Schülern für unseren Beruf begeistern. Und so mancher Praktikant entschloss sich nach seinem Schulabschluss zu einer logopädischen Ausbildung.
Nachwuchs wird in der Logopädie gebraucht!
Und das ist schön, denn Fachkräfte sind gefragt, die Berufsaussichten für Logopäden gut. Das bedeutet, dass Logopädinnen in Zukunft gebraucht werden: in Praxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen sowie anderen Bereichen des Gesundheitswesens. Viele Logopäden arbeiten auch freiberuflich oder selbstständig.
Denn mit einer alternden Gesellschaft steigt die Zahl von Erkrankungen, die mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Auch das Bewusstsein für Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern steigt bei Eltern und pädagogischen Fachkräften.
Was sind die Aufgaben im logopädischen Alltag?
Eine logopädische Behandlung richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Probleme mit der Sprache, der Stimme oder dem Schlucken haben.
Wenn die Wörter fehlen, die Stimme versagt, Laute nicht richtig gebildet werden oder das Schlucken schwerfällt, dann kommt der Logopäde ins Spiel. Auf Grundlage einer Verordnung des Arztes wird er tätig. Nach einer Erstdiagnostik erfolgt die Therapie zugeschnitten auf das persönliche Problem und umfasst auch die Beratung von Eltern und Angehörigen. Ist der Patient nicht mehr in der Lage, die Praxis aufzusuchen, kommt die Therapeutin nach Hause oder in die Einrichtung.
Dabei gleicht keine Therapiestunde der anderen. Jede Behandlung ist individuell und wird auf das Störungsbild des Patienten ausgerichtet. Die Übungen werden nach Stand der Therapie, Alter des Patienten und seine Fähigkeiten zur Umsetzung von Therapieinhalten gewählt.
Was sind typische Störungsbilder?
Bei einem Kind, das bald zur Schule kommt, und Schwierigkeiten hat, bestimmte Laute zu bilden, kann es zunächst darum gehen, die Laute voneinander zu unterscheiden, z.B. Kanne – Tanne oder Tasche – Tasse. Im nächsten Schritt sollen dann die Laute korrekt gebildet werden. Dabei kommen verschiedene Materialien und Vorgehensweisen zum Einsatz – aber immer spielerisch und mit viel Spaß am Ausprobieren.
Andere Ziele stehen im Fokus, wenn eine Erwachsene mit Stimmproblemen in die Therapie kommt. Die Verbesserung des Stimmklangs, die Belastbarkeit der Stimme und eine physiologische Atmung können hier Therapieinhalte sein. Neurologische Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall konzentrieren sich auf die Verbesserung der Aussprache oder das Wiedererlangen der Schluckfähigkeit.
Wie sieht ein typischer Alltag einer Logopädin aus?
Fachlich ist diese Arbeit sehr anspruchsvoll, denn der Therapeut ist mit vielen Störungsbildern und ihren Ausprägungen konfrontiert. Individuelle Behandlungspläne zu erstellen, Therapieziele zu definieren und den Patienten sowie seine Angehörigen zu begleiten gehören dazu.
Darüber hinaus müssen Termine organisiert, Verordnungen kontrolliert, Berichte geschrieben, die Therapien vor- und nachbereitet, mit anderen Therapeutinnen und Fachpersonen kommuniziert und mit Ärzten Abstimmung getroffen werden.
Was ist das Besondere an diesem Beruf?
Bei den vielschichtigen Aufgaben, die der Therapiealltag mit sich bringt, gleicht kein Tag dem anderen.
Mit Menschen zu arbeiten ist Herausforderung und Ansporn zugleich.
Jeder Patient kommt mit seiner eigenen Geschichte, seinem einzigartigen Wesen und seinen persönlichen Lebensumständen zu uns in die Therapie. Daher ist der ganzheitliche Blick auf jeden Menschen wichtig. Das Vorgehen in einer Behandlung ist immer individuell und auf den Patienten angepasst.
Menschen helfen – mit diesem Wunsch kommt unsere Betriebspraktikantin zu uns.
Wir hoffen, wir können ihr in den zwei Wochen ihres Praktikums diese vielen schönen und positiven Seiten unseres Berufs vermitteln und sie darin bestärken, einen Beruf zu wählen, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Tanja von TheraLogo – Therapie & Logopädie in Sulingen
P.S.: Wir freuen uns über Praktikumsanfragen – sei es für die Schule oder im Rahmen einer logopädischen Ausbildung. Gerne mit uns Kontakt aufnehmen!